Januar 2020

Kein fahrscheinloser Nahverkehr in Darmstadt oder Hessen

Oberbürgermeister Partsch lehnt fahrscheinlosen Nahverkehr im Stadtkern von Darmstadt ab, meldet das Darmstädter Echo. Aber auch davon abgesehen äußern weder Jochen Partsch noch der Geschäftsführer der Heag-Mobilo, Matthias Kalbfuss, irgendeine Idee, wie Darmstädter Bürgern mit preiswerterem Nahverkehr ein Beitrag zur Klimawende ermöglicht werden wird.

Kommentiere den Lärmaktionsplan Hessen bis 21. Januar

noch bis Dienstag, 21. Januar, kannst Du die Maßnahmen des Lärmaktionsplan Hessen kommentieren. Das Darmstädter Echo informierte, dass die Westwaldallianz Darmstadt einen Entwurf für eine Stellungnahme bereitstellt, die sich auf dem Internet-Aufritt der Westwaldallianz findet. Gefordert wird Tempo 100 am Tag und Tempo 80 in der Nacht auf der A5. Eingaben können auch über das Internet an das Regierungspräsidium Darmstadt gesendet werden.

Hessenmobil, zuständig für Lärmschutz an der A5, wird keine neuen Schallschutzwände erreichten und wird auch keine Geschwindigkeitsbegrenzungen prüfen. Es sei dort nicht laut genug. Dieser Verkehrslärm wird nicht gemessen, sondern berechnet. Viele der Anwohner von Eberstadt West oder der Heimstättensiedlung wissen, was es heißt, im Sommer bei geschlossenem Fenster schlafen zu müssen, weil man bei dem Lärm der A5 nicht schlafen kann. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 zum Ausbau der A5 bei Darmstadt, Projekt A5-G20-HE-T14-HE sieht viele der geforderten Lärmschutzwände entlang der A5 vor. Es ist dort also doch ausreichend laut (zumal drei Spuren wie im Zielausbau schon bedarfsweise genutzt werden). Eine Lärmabsenkung durch eine Tempolimit ist ohne Kosten umsetzbar, denn ein Verkehrsleitsystem besteht in den betroffenen A5 Abschnitten. Die Forderung, Tempo 80 auf der A5 zum Lärmschutz genau dort einzuführen, wo der Bundes-Verkehrswegeplan 2030 entlang der A5 im Stadtbereich Darmstadt Lärmschutzwände vorsieht, ist berechtigt und der Bedarf ist durch Planungsmaterial des Verkehrsministeriums nachweisbar.